DOPING
Doping muss bekämpft werden
Der Sport vermittelt Grundwerte, die in der Gesellschaft von elementarer Bedeutung sind. In kaum einem anderen gesellschaftlichen Bereich werden Werte wie Toleranz, das Prinzip der Chancengleichheit, das Leistungsprinzip und der Grundsatz der Fairness so konsequent vorgelebt, praktiziert und eingeübt wie im Sport. Doping gefährdet diese positiven Grundwerte. Doping gefährdet somit den gesamten Sport. Die Regeln, die der Sport sich selbst gegeben hat, machen ihn zu einem ganz besonderen Element in der Gesellschaft. Doch ohne die Achtung vor diesen Regeln verliert der Sport seinen Sinn und seinen Reiz. Eine Grundregel des Sports ist das Verbot des Dopings, das dem Fairplay widerspricht sowie die Chancengleichheit und das Leistungsprinzip außer Kraft setzt. Sieger wird nicht der beste Athlet, sondern der, der bereit ist, die größten gesundheitlichen Risiken um des Siegens willen auf sich zu nehmen. Die Professionalisierung und Kommerzialisierung des Sports vergrößert die Gefahr des Dopings, weil Existenzen von Sieg und Niederlage abhängen.
Konsequent und mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln bekämpft die Nationale Anti Doping Agentur ( NADA ) Doping im Spitzensport, was unmittelbar auch Auswirkungen auf den Breiten- und Freizeitsport, vor allem aber auf den Jugendsport hat. Denn vielen Jugendlichen, aber auch Freizeitsportlern ist der Topathlet das Vorbild, dem es nachzueifern gilt. Vor allem im Sinne der nachfolgenden Generation ist der Kampf gegen Doping deshalb unumgänglich. Genauso wie die Prävention bei jugendlichen Sportlern eine ganz wichtige Rolle spielt in diesem Kampf um die Glaubwürdigkeit des Sports.
DOPINGKONTROLLEN
Die Nationale Anti Doping Agentur ( NADA ) ist die Institution in Deutschland, die für das Dopingkontrollsystem zuständig ist. Die NADA organisiert in Deutschland derzeit die Dopingkontrollen außerhalb der Wettkämpfe für die Athleten der Spitzenverbände. Seit dem Start im Jahr 2003 bis einschließlich 2007 führte sie jeweils ca. 4.500 Trainingskontrollen im Jahr durch. Für 2008 ist eine Erhöhung auf 8.000 bis 9.000 Trainingskontrollen vorgesehen. Laut Stiftungsverfassung ist das Ziel der NADA , ein einheitliches Dopingkontrollsystem für Deutschland umzusetzen, also auch die Kontrollen bei Wettkämpfen zu übernehmen. Bisher führt die NADA vereinzelt Wettkampfkontrollen durch. Die Wettkampfkontrollen werden derzeit weitgehend von den Verbänden/Veranstaltern organisiert, weil die Ressourcen der NADA eine Übernahme bislang nicht zuließen.
Zusammenarbeit mit einer externen Organisation
Die NADA beauftragt zur Durchführung der Dopingkontrollen das international tätige Unternehmen PWC GmbH (Physical Work Control) – Medizinische Testverfahren im Sport ( http://www.pwc-dopingkontrolle.de) . Die NADA wählt die zu kontrollierenden Athleten aus; die Probennahme und der Probenversand erfolgen durch den Auftragnehmer. Ca. 80 Kontrolleure sind an verschiedenen Standorten in ganz Deutschland tätig.
Labore
Die Analyse der genommenen Proben werden im Institut für Biochemie der Deutschen Sporthochschule Köln und im Institut für Dopinganalytik und Sportbiochemie Dresden vorgenommen.